Tempelhof: Ideenwettbewerb für Konzept
Da es für den stillgelegten Flughafen Tempelhof immer noch keine Pläne gibt, wurde ein Wettbewerb namens „Columbiaquartier“ initiiert, um Ideen zu sammeln. Bereits im Mai soll der Sieger des Ideenwettbewerbs durch eine Jury, zu der auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher gehört, dann schließlich gekürt werden. Bereits 11 aus 80 Vorschlägen wurden von der Jury in die engere Auswahl genommen. Darunter befindet sich auch die Idee für ein Vergnügungsviertel mit dem Namen „Columbia-Strip“, dass mit Straßenstrich, Bars und Sex-Museum wohl eher zu den gewagten Konzepten gehört. Ein Vorschlag der bereits aussortierte stammte von dem Berliner Architekt Jakob Tigges, der die Idee für den Bau eines 1.000 Meter hohen Berges mit Skigebiet und Seilbahn mitten auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens hatte. Diese Idee schien unmöglich umsetzbar, was Tigges auch bewusst war. Er wollte nämlich anstatt eines Briefes lieber auf amüsante Weise darauf hinweisen, wie eilig es die Stadt Berlin hat für den geschichtsträchtigen Flughafen umzukrempeln, da es noch ausreichen unbebaute Flächen in der Stadt gibt. Seine Idee war so außergewöhnlich, dass sie im Internet einen regelrechten Hype auslöste und zahlreiche Menschen dazu veranlasste Fotomontagen mit dem nicht existierenden Berg zu gestalten und dann zu veröffentlichen.
